Liebe Leserin, lieber Leser,

von ganzem Herzen heiße ich Dich willkommen bei meinen Artikeln rund um Seele, Karma und Co. Ich möchte Dich auch gar nicht weiter auf die Folter spannen und den ersten Beitrag mit dir teilen.
Wie für alle Artikel – bis auf besonders gekennzeichnete – gilt auch für diesen, dass ich ihn selbst geschrieben habe.

Gleich im ersten Thema geht es in die Vollen, denn es geht um

Inkarnation und Nahtoderfahrungen

»Ich bin gewiss, wie Sie mich hier sehen, schon tausendmal dagewesen und hoffe wohl noch tausendmal wiederzukommen.«, schrieb Johann Wolfgang von Goethe am 25.1.1813 an Johann Daniel Falk.

Auf ihrer Reise durch die Inkarnationen macht unsere ewige Seele verschiedenste Erfahrungen. Sie erlebt genau das, was sie sich für die jeweilige Inkarnation vorgenommen hat: Verbundenheit, Liebe, Glück, Seligkeit, Ekstase, aber auch Angst, Sorgen, Elend, Not, gewaltsamen Tod und andere schreckliche Dinge.
Weshalb ist das so? – Ganz einfach, weil die Seele in ihrer Seelenheimat nichts als reine, pure, unverfälschte Liebe erlebt. Dieser ewiggleiche selige Zustand ist für ihre Entwicklung eher abträglich. Die Seelenheimat ist jener Ort, an den die Seele nach den Inkarnationen zurückkehrt. Dort ruht sie sich aus, hält mit ihrer Seelenführerin oder ihrem Seelenführer gemeinsam Rückschau auf das gelebte Leben und bildet sich auch weiter. Gemeinsam mit geistigen Lehrern, die so erfahren sind, dass sie selbst nicht mehr inkarnieren, plant die Seele im nächsten Schritt ihre kommende Inkarnation.
Je nachdem, was sie für ihre Entwicklung im nächsten Leben erleben will, sucht die Seele sich ihre Eltern, ihren Namen, ihre Gestalt und ihre Aufgaben für die kommende Inkarnation selbst aus. Und sie plant auch, wann und wie sie diese Inkarnation wieder verlassen wird.
Wenn also jemand schon mit jungen Jahren stirbt, wie beispielsweise meine Mutter, ist das nicht etwa mangelnde Liebe von Gott, der mir das Liebste nahm, sondern die Erfüllung ihres Seelenplans für diese Inkarnation.

Die Wiedergeburt der Seele gilt seit 1997 als bewiesen, ohne dass diese Tatsache großartig publik gemacht wurde, und es gibt mittlerweile unzählige Beweise dafür.
Es gibt weniger bekannte und sehr bekannte Belege wie den des Jungen, der sich im heutigen Leben an sein Leben als Pilot im 2. Weltkrieg erinnerte. Sein Vater fand aufgrund der Angaben des Jungen sogar heraus, wie er damals hieß, wo er stationiert war und wie er ums Leben kam. Das alles deckte sich 1:1 mit den Angaben des Jungen.
Nicht zuletzt gibt es den Fall des US-amerikanischen Neurochirurgen Dr. Eben Alexander, der an einer unerklärlichen Krankheit litt, die sein Gehirn völlig abschaltete. Sein EEG zeigte also eine Null-Linie, das heißt, sein Gehirn funktionierte überhaupt nicht mehr.
Dennoch hat Dr. Alexander heute noch lebhafte Erinnerungen daran, was seine Seele in dieser Zeit erlebte, da sein Gehirn abgeschaltet war. Sieben Tage lang war er im Koma und erwachte schließlich wie durch ein Wunder.
Nachdem er wieder gesund geworden war, schrieb er über seine Erfahrungen in jener Zeit, da sein Gehirn nicht funktioniert hatte, mehrere Bücher und tritt als Redner auf. Dr. Alexander kam nach wissenschaftlicher Überprüfung seiner Erlebnisse zu dem Schluss, »dass wir alle Teil eines universalen unsterblichen Bewusstseins sind und es tatsächlich ein Leben nach dem Tod gibt.«                                     
Dr. Alexander hatte eine lange sogenannte NTE, eine Nahtoderfahrung.
Es ist übrigens statistisch belegt, dass in den USA täglich etwa 800 Menschen eine solche Nahtoderfahrung machen. Hochgerechnet auf Deutschland sind das immerhin noch etwa 200 Menschen, die eine Nahtoderfahrung machen. Täglich, möchte ich betonen.
Manche Menschen sind sich bewusst, dass sie eine solche NTE gemacht haben, andere sicher nicht.
Ein sehr bekannter Fall aus Deutschland ist der von Anke Evertz, die eine neuntägige NTE hatte, während der sie, obwohl sie im Koma lag, in der geistigen Welt intensiv unterrichtet wurde. Auch Anke Evertz ist sich aller Details ihrer neuntägigen Reise durch die geistige Welt bewusst. Anke Evertz schrieb ebenfalls mehrere Bücher und tritt heute als Rednerin auf.
In den letzten Jahren kam und kommt es zu immer mehr solcher außergewöhnlichen Fälle, die in vergangenen Jahrhunderten wahrscheinlich als Wunder Gottes gefeiert worden wären.
Dabei hat gerade die katholische Kirche die Ursache dafür gesetzt, dass der Inkarnationsgedanke in unserem Kulturkreis so umstritten ist. Der Autor Beat Imhof nennt es »die große Tragik des Westens, dass im 6. Jahrhundert das Wissen um die Reinkarnation von einem verirrten Konzil aus der abendländischen Tradition entfernt wurde.«
Der Reinkarnationsgedanke ist jedoch so tief in unserem menschlichen Kollektivbewusstsein verankert, dass es letztlich egal ist, ob man an die Reinkarnation glaubt. Die Einlassungen bekannter Menschen der Geschichte wie der eingangs zitierte Goethe sprechen die Sprache des menschlichen Kollektivs. Ihr können wir vertrauen, ebenso wie unserem eigenen Gefühl.

»Ich könnte mir gut vorstellen, dass ich in früheren Jahrhunderten gelebt habe und dort an Fragen gestossen bin, die ich noch nicht beantworten konnte: dass ich wiedergeboren werden musste, weil ich die mir gestellte Aufgabe nicht erfüllt hatte. Wenn ich sterbe, werden  – so stelle ich es mir vor – meine Taten nachfolgen. Ich werde das mitbringen, was ich getan habe.« Carl Gustav Jung (aus: »Erinnerungen, Träume, Gedanken«)

Literaturhinweise:
Dr. med. Eben Alexander: »Blick in die Ewigkeit – die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen« ISBN: 978-3453703124 -Spiegel-Bestseller-

Anke Evertz: »Neun Tage Unendlichkeit: Was mir im Jenseits über das Bewusstsein, die körperliche Existenz und den Sinn des Lebens gezeigt wurde. Eine außergewöhnliche Nahtoderfahrung« ISBN: 978-3778775462